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Die Entstehung des ASB Unser VorstandLeitbild
ASB Kreisverband Vogtland e.V.
Andreas-Schubert-Str. 19
08209 Auerbach

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Die Entstehung des ASB

Zur Geschichte des ASB im Vogtland von 1920 bis 1933

Die Arbeiter-Samariterkolonnen Plauen, Oelsnitz und Adorf hatten für Sonntag, den 1. Oktober (1922), nachmittags, eine gemeinsame Übung angesetzt. Es sollte die Tätigkeit der Mitglieder bei einem Eisenbahnunglück gezeigt werden...Die Samariter und Samariterinnen entwickelten nun eine emsige Tätigkeit. Die Verletzten wurden aufgesucht und einem jeden, nach seiner ihm zugebrachten Verletzung, die erste Hilfe geleistet, bzw. Notverbände angelegt. Inzwischen war der Turnplatz am Bahnrestaurant als Sammelplatz hergerichtet worden. Ein Zelt wurde aufgebaut und als Operationsraum ausgestattet. In dieses Zelt hatten die Kolonnen für einen Ernstfall gebrauchsfertiges Verbandmaterial für 200 Verbände mitgebracht...

Zu diesem Zeitpunkt bestand die Kolonne des ASB in Plauen 2 Jahre, die Kolonnen in Oelsnitz und Adorf waren Anfang des Jahres entstanden. Die Anfänge des ASB liegen aber bereits im vorigen Jahrhundert. Nach einem schweren Unfall auf einer Berliner Großbaustelle, bei dem drei Zimmerleute ums Leben kamen, ergriffen einige Berliner Zimmerleute die Initiative und richteten den ersten „Lehrkursus über Erste-Hilfe bei Unfällen“ ein. Dieses Beispiel sollte Schule machen und 1909 waren die Arbeiter-Samariter-Kolonnen so zahlreich, dass der Arbeiter-Samariter-Bund auf Reichsebene gegründet wurde.

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war die Zahl der Kolonnen auf 108 angestiegen. Die Hauptaufgabe des ASB lag nachwievor im Rettungswesen und Sanitätsdienst. In der Weimarer Republik weitete der Arbeiter-Samariter-Bund seine Aufgaben aber auch auf die Wohlfahrtspflege aus und erlebte bis zu seinem Ende 1933 einen enormen Aufschwung. Bis 1928 verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl nahezu und es bestanden über 1500 Kolonnen. Ein Schwerpunkt war in der damaligen Provinz Sachsen wo in rund 300 Kolonnen über 11000 Mitglieder organisiert waren und auch die Bundesleitung des ASB befindet sich seit 1928 in Chemnitz. Auf dem Kreistag des Kreis Sachsen des ASB 1922 in Leipzig wird beschlossen, den Kreis – der innerhalb eines Jahres von 33 auf 71 Kolonnen angewachsen ist – in Bezirke einzuteilen. So entstehen die 4 Bezirke: Oberlausitz, Chemnitz, Leipzig und Dresden. Die bestehenden 5 Kolonnen im Vogtland – Plauen, Adorf, Oelsnitz, Reichenbach und Lengenfeld - gehören zunächst zum Bezirk Chemnitz, später zum Bezirk Zwickau. 1925 befinden sich im Vogtland bereits 14 Kolonnen und so wird für das Vogtland ein eigener Bezirk (Nr. 6) mit Sitz in Plauen eingerichtet. Den Vorsitz übernimmt Christian Korn in Plauen. Bis 1933 werden im Bezirk regelmäßige Bezirksversammlungen, Konferenzen und Übungen durchgeführt. Der Bezirk engagierte sich in verschiedenen Bereichen. So 1925 in der Ruhrkinderhilfe, hierbei sind insbesondere die Kolonnen Plauen, Falkenstein, Lengenfeld und Weischlitz sehr aktiv. Im Oktober 1928 veranstaltet der Bezirk ein Treffen mit tschechischen Samaritern in Klingenthal. 1930 veranstalteten die Bezirke Vogtland und Zwickau gemeinsam eine Frauenkonferenz in Reichenbach. In ihrem Referat „Praktische Erfahrungen in der Hauspflege und Hauskrankenpflege“ führt die „Genossin“ Reichelt aus Zwickau aus: Diese Pflege ist die wichtigste Aufgabe des ASB. Während aber der Bund in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen über eine 40jährige Arbeit berichten kann, ist die Hauspflege und Hauskrankenpflege eine Arbeit, die noch in ihren Anfängen steht...

In folgenden Orten des Vogtlandes bestand vor 1933 eine ASB-Kolonne:

Ort

Gründung

Mitglieder

Plauen

1920, Anfang

111

Adorf

1922, 02.01.

  17

Oelsnitz

1922, März/ April

  31

Reichenbach

1922, 26.06.

  41

Lengenfeld

1922, Sommer

  42

Lugau

1922, Oktober

  68

Rodewisch

1923, Juli

  42

Falkenstein

1923, August

  37

Triebel

1923, Okt./ Nov.

  -- 

Treuen

1923, Ende

  25

Netzschkau

1924, Anfang

  41

Weischlitz

1924, Anfang

  22

Klingenthal

1924, August

  31

Auerbach

1925, Feb./ März

  45

Schöneck

1926, August

  --

Rautenkranz

1928, Juni

  17

Tirpersdorf

1928, Juli

  10

Tirschendorf

1928, September

    9

Taltitz

1929, November

  --


Das Jahr 1991

  • Wiedergründung des ASB, Ortsverband Auerbach e.V. in Auerbach, Goethestraße
  • Sozialstation in Auerbach, Goethestraße eröffnet
  • Übernahme des Gesundheitszentrums des Landkreises Auerbach am 01.08.1991

Das Jahr 1992

  • Die Rettungswache in Falkenstein beginnt ihre Arbeit

Das Jahr 1993

  • Das Gesundheitszentrum wird geschlossen/ alle Ärzte und medizinischen Einrichtungen befinden sich in der freien Niederlassung

Das Jahr 1994

  • Übernahme der Trägerschaft der Kindertagesstätte „Sandmännchen“ Auerbach

Das Jahr 1995

  • Übernahme der Trägerschaft des Altenpflegeheimes Wernesgrün
  • Erster Spatenstich für den Neubau eines Altenpflegeheimes in Wernesgrün
  • Übernahme der Trägerschaft der Sozialpädagogischen Familienhilfe

Das Jahr 1996

  • Am 23. September erfolgt die Umbenennung des ASB, OV Auerbach e.V. in ASB, Kreisverband Vogtland e.V.
  • Ein  Hausnotrufdienst wird angeboten

Das Jahr 1997

  • Eröffnung der Heilpädagogisch-orientierten Tagesgruppe  in Auerbach
  • Der Neubau des Altenpflegeheimes in Wernesgrün wird fertiggestellt
  • Der Kreisverband hat inzwischen fast 2000 Mitglieder

Das Jahr 1998

  • Beginn der Um-und Ausbauarbeiten für ein Wohnhaus „Betreutes Wohnen für Senioren und Behinderte“ in Wernesgrün mit 22 Wohneinheiten
  • Die Rettungswache Falkenstein wird ermächtigt, einen Praktikanten für die praktische Tätigkeit im Rahmen der Ausbildung zum Rettungsassistenten anzunehmen

Das Jahr 1999

  • Umzug der ASB Kreisgeschäftsstelle und der Sozialpädagogischen Familienhilfe in die Stauffenbergstraße 17 in Auerbach
  • Das Altenpflegeheim setzt sich das Ziel, ein Qualitätsmanagement aufzubauen

Das Jahr 2000

  • Die ersten Mieter ziehen in das Wohnhaus „Betreutes Wohnen für Senioren und Behinderte“ in Wernesgrün ein
  • Die Rettungswache Falkenstein bezieht die neuen Räumlichkeiten in der Theodor-Körner-Str. 17 in Falkenstein

Das Jahr 2001

  • In der Kindertagesstätte „Sandmännchen“ werden alle Fenster erneuert

Das Jahr 2002

  • Per 31.12.2002 wurden 3.252 Mitglieder registriert
  • Die Sozialstation, die Rettungswache und die Kindertagesstätte setzen sich das Ziel, ein Qualitätsmanagement aufzubauen

Das Jahr 2003

  • Das Altenpflegeheim feiert sein 50-jähriges Bestehen

Das Jahr 2005

  • Am Altenpflegeheim Wernesgrün wird ein Anbau zur Erweiterung der Aufenthaltsbereiche errichtet
  • Die Kindertagesstätte „Sandmännchen“ erhält einen 2. Fluchtweg ( Feuerschutztreppe)

Das Jahr 2006

  • Die Kita „Sandmännchen“ feiert ihr 20 –jähriges Bestehen
  • Sanierung des Sanitärbereiches für Krippenkinder und Errichtung einer Trockensauna mit Kneippstrecke in der Kita „Sandmännchen“
  • Das Altenpflegeheim eröffnet einen Therapiegarten

Das Jahr 2007

  • Die Heilpädagogisch-orientierte Tagesgruppe ist in die Andreas-Schubert-Str.19 innerhalb von Auerbach in neue sanierte Räume umgezogen
  • Die Sozialpädagogische Familienhilfe betreut jetzt auch die Region Klingenthal
  • Der Rettungsdienst des ASB wird in die gemeinnützige ASB Rettungsdienst Vogtland Gesellschaft mbH übergeleitet
  • Die  GmbH übernimmt  die Trägerschaft der Wasserrettungswache an der Talsperre Pirk

Das Jahr 2008

  • Das Freiwillige Soziale Jahr wird im Verband eingeführt und jungen interessierten Leuten in den Bereichen Altenpflegeheim und Sozialstation angeboten
  • Die Kindertagesstätte „Sandmännchen“ erneuert die Spielgeräte in den Außenanlagen
  • Die gemeinnützige ASB Rettungsdienst Vogtland Gesellschaft mbH erhält das Zertifikat auf erfolgreiche Einführung und Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems

Das Jahr 2009

  • Die Heilpädagogisch-orientierte Tagesgruppe gestaltet  die Außenanlage als Freispielfläche

Das Jahr 2010

  • Die Küche in der Kindertagesstätte „Sandmännchen“ wird vollständig saniert
  • im Wohnhaus für Betreutes Wohnen für Senioren und Behinderte wird ein Pflegebad errichtet
  • Die ASB Kreisgeschäftsstelle und die Sozialpädagogische Familienhilfe beziehen ihre neuen Räume im „Familien-und Begegnungszentrum „in der Andreas-Schubert-Str.19 in Auerbach
  • Im November 2010 wird in der Sozialregion 2 „Oberes Göltzschtal“  der Trägerverbund zur Förderung der Mehrgenerationenarbeit gegründet; dem Trägerverbund gehören die Verbände ASB, AWO, Kreisverband Auerbach, DRK, Kreisverband Auerbach, Deutscher Familienverband und das Diakonische Werk Auerbach an